Lichtenfels. Oder Schweiz? Ruhrpott? Hamburg? Oder Bella Italia – ja, wo denn nun?

Ein außergewöhnliches Erlebnis war unser Besuch bei den „Eisenbahnfreunden Lichtenfels e.V.“ im Rahmen unseres Vereins-Ausfluges 2024.

Warum Lichtenfels?

Kontakte wurden geschlossen beim Ausflug 2023 im Hans-Peter-Porsche-Traumwerk. Die Lichtenfelser trafen wir beim Mittagessen im Garten des Ausstellungsgeländes. Insbesondere Vater und Sohn Sünkel aus unserer Gruppe (Lichtenfels ist ihr Heimatort) erkannten die Landsleute an der oberfränkischen Mundart, kamen ins Gespräch, und vertieften schließlich Wochen später den Kontakt bei einem spätherbstlichen Heimatbesuch. Hier kam der Gedanke auf, dass „die Lechfelder“ doch „die Lichtenfelser“ mal besuchen könnten.

Also machten sich 15 Vereinsmitglieder auf den Weg (über diesen gibt es in einem eigenen Artikel – „Wenn einer eine Reise tut…“ – manches zu lesen) nach Oberfranken.

Nach erfolgter überaus leckerer Stärkung im „Gasthaus Wallachei Fam. Kotschenreuther“, dem Vereinslokal der Lichtenfelser, in dem 1983 die Eisenbahnfreunde gegründet und danach erste Ausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt worden waren, zogen wir durch die Lichtenfelser Innenstadt zum ehemaligen Bundesbahn-„Stellwerk 5“, dem Domizil der Lichtenfelser.

Dieses dreistöckige Stellwerk unmittelbar an den nordöstlichen Ein- und Ausfahrgleisen des Lichtenfelser Bahnhofes konnte der Verein – welch ein Glücksfall – quasi gleich zu Anfang seiner Tätigkeiten erwerben, als es 1984 abrissgefährdet von der Bundesbahn veräußert wurde. Umgebaut in ganz viel Eigenleistung zu einem Vereinshaus mit langgestreckten Räumen für Anlagen im Erdgeschoß und im 1. Stock, beherbergt es „ganz oben“, wo die weiten Fenster einen herrlichen Ausblick auf Bahnhof, Stadt Lichtenfels und Umgebung ermöglichen, das „Vereinszimmer“: den einladenden Aufenthaltsraum samt Kochnische.

Mit diesem Domizil hatten die Lichtenfelser natürlich von Anfang an hervorragende Möglichkeiten zum Anlagenbau, gebäudlich erweitert nach Jahren durch einen einstöckigen Anbau für eine Verlängerung der Erdgeschoß-Anlage: diese interessante Ruhrgebiets-Anlage in H0 zeigt das Thema „Hochofen“ samt simulierbarem leuchtend-rauchendem „Anstich“ desselben! Und dies in so detailreicher Darstellung, dass man nur staunen kann. Liebevoll, verspielt, bis ins Einzelne präzise dargestellt, mit verschlungenen Fahrwegen und herrlichen Zugzusammenstellungen ist diese Anlage ein Augenschmaus. Doch selbst der kann getoppt werden – die Fortführung erreicht ein großen Betriebswerk mit Dreiviertel-Rundlokschuppen, samt Umfahrungen, welche dann letztlich in einen Seitenbereich führen, der noch mehr erstaunt: unter einem wunderbar und akribisch-künstlerisch angelegten LED-Sternenhimmel mit mehreren Metern Länge ist eine winterliche Landschaft zu sehen samt alpiner Bergpiste und einem – auf Laptop-Monitor dargestellten – Festfeuerwerk. Nach Belieben kann vor der um kreativ-realistische Bemalung mit einem Horizontbild ergänzten Kulisse ein Gewitter mit Donner und Blitz stattfinden, das an Realismus seinesgleichen sucht und Vergleiche mit den „Über-Vätern“ im Miniaturwunderland Hamburg keineswegs scheuen muss!

Im ersten Stockwerk fanden wir uns mit einem Mal in der Schweiz wieder! Die Länge des Raumes läßt eine auf insgesamt 22m langgestreckte Anlage in U-Form mit schmalen Schenkeln zu, die im Maßstab 1:87 (H0 DCC analog) die berühmte „BLS“ (Bern-Lötschberg-Simplon Bahn) zeigt. Auch hier die Akribie der Darstellung, die feinen Details, die tolle Steuertechnik… wir konnten gar nicht genug staunen und uns wundern. Unsere „alten Hasen“ nutzten selbstverständlich die Gelegenheit zum Blick hinter bzw unter die Kulissen, zum Fragen und Fachsimpeln… und wer weiß: manche Anregung konnte wohl mitgenommen werden… optisch wie technisch.

Die Jugend der Lichtenfelser war da und beteiligte sich an der Steuerung dieser Anlage im Analogverfahren per Knopfdruck-Stellwerke: versiert, routiniert, und engagiert. Es machte ihnen sichtlich Spaß.

Da die Lichtenfelser nun ja (im Gegensatz zu uns 15jährigen Lechfelder „Pubertierlingen“) schon ein erwachsener Verein mit 41 Jahren sind, und damit im besten Alter, sind sie natürlich in der Anlagenfülle schon ein ganzes Stück weiter als wir. Denn nicht nur die Hochofen- und die BLS-Anlage nennen sie ihr Eigen: es gibt noch mehr zu sehen. Denn es gibt noch mehr Räume.

Dazu aber hieß es das Stellwerksgebäude über einen Seitenausgang zu verlassen und 30 Schritte über die Gassenstraße hinweg zu gehen: in die jüngst neugebaute Modellbahnhalle, ein in Holz-Metallbauweise errichtetes 2stöckiges Gebäude. Es herrschte für den Verein halt akute Platznot und man wußte nicht wohin mit neuen Anlagen. Unmittelbares An- oder Aufbauen am Stellwerk-Ensemble war leider nicht mehr möglich – und so war das kleine nahe Grundstück erneut ein Glücksfall für den Verein, das schließlich (wieder mit viel Eigenleistung) mit dieser Halle bebaut werden konnte. Sie beherbergt (neben einer charmanten kleinen Tropicana-Bar gleich gegenüber dem Eingang) im Erdgeschoß eine ca 11 qm große H0-Anlage mit italienischen Motiven. Es ist eine der frühen Anlagen des Vereins, lange eingelagert, die nun natürlich erkennbar im restaurationsbedürftigen Zustand ist, aber dank der neuen Halle eben nun wieder zugänglich und einsetzbar – und damit zum Kümmern und Pflegen motiviert. Erste Anfänge ahben stattgefunden, Fahrbetrieb ist rudimentär bereits möglich.

Auch eine Spur1-Anlage findet sich, wenn auch ebenfalls im „Restaurier-Zustand“: sie ist eine Gabe des nicht mehr existenten Vereins der Ludwigsstädter Eisenbahnfreunde. Ludwigsstadt, knapp 60 Straßenkilometer nördlich von Lichtenfels an der Frankenwaldbahn gelegen, war nach dem Zweiten Weltkrieg Grenzbahnhof zur DR und damit zum Gebiet der DDR. Das Doppel „Ludwigsstadt-Probstzella“ war für viele Interzonenzug-Reisende Inbegriff von Grenzerfahrungen, von denen man heute lieber nicht mehr spricht. Die dortigen Eisenbahnfreunde hatten eine schöne Spur1-Anlage in einem freien Stil, aber separat auch Motive z.B. der Trogenbach-Brücke, die quer über den Frankenwaldort im Tal verläuft, quasi neben dem Kirchturm verlief die Gitterbrücke vom Steinviadukt kommend. (Kann man googlen!). Mit der Vereinsaufklösung vor Jahren kamen – ähnlich wie bei der jüngst in unseren Kreisen eingetroffenen Canisius.-Anlage – siehe eigener Artikel – die verbliebenen Schätze der Ludwigsstädter nach LIF, und so pflegen sie nun die Lichtenfelser und planen auch insofern eine historische Aufarbeitung des Themas, die einmal sogar quasi museal ausstellungstauglich sein soll.

Im Obergeschoß der neuen Modellbahnhalle konnten wir gar nicht anders, als erneut ins Staunen zu verfallen, hatte doch dort die Modellbahnjugend viel Raum und Platz zur Verwirklichung einer eigenen Märklin-C-Gleis-Anlage gefunden. Und auch zwei experimentelle Visionsanlagen durften wir dort bestaunen: eine in offener Bauweise (quasi im Grundgerüst) zu sehende H0-Anlage mit dem Motiv des Hamburger Dammtor-Bahnhofs, mitsamt großen offenen Gleiswendeln und „Schattenbahnhöfen ohne Schatten“, nahm hier doch wieder etliche Meter Raumlänge ein. Im Gegenüber dazu der Beginn einer im Architektenstil gehaltenen etwas kleineren N-Anlage ausschließlich mit weißen Architekturbauelementen, auf die die Gleisstrassen erst noch verlegt werden müssen; auch die Landschaft und Bebauung wird nur architektonisch durche weiße geometrische Körper angedeutet – sehr interessant! Dass die Jugend in jenem großen Raum auch noch Platz für eigene Werkbänke und Arbeitsplätze findet, rundet eigentlich nur den Eindruck eines lebendigen, vitalen und trotz 41 Bestandsjahren wirklich jungen Vereins bestens ab. Alte Hasen und junge Leute Hand in Hand – so wünscht man sich das doch für einen Verein mit Zukunft.

Wir sind dankbar für die Eindrücke die wir gewinnen konnten, für viel Input den wir mitnehmen. Anregungen, Geistesblitze, Ideen für unser eigenes Vereinsleben und Vereinsräume… Ja: viele Reize wurden gesetzt. (Und die Anstrengungen der Anfahrt – siehe andernorts zu lesen – haben sich wirklich gelohnt, so der einheliige Tenor unserer Ausflugsgruppe)

Abgerundet wurde alles bei einer guten Tasse Kaffee und leckerem selbstgebackenen Kuchen – eine einmalige Atmosphäre von Geseligkeit, Austausch und Gastfreundschaft. Dafür sind wir den Lichtenfelsern (zumal unter den gegebenen erschwerten Verspätungsbedingungen) sehr dankbar und freuen uns, hier wirklich Hobbykameraden vom Feinsten getroffen zu haben. Möge diese Kameradschaft und die Verbindung unserer beiden Clubs bestehen bleiben udn vertieft werden.

Unser Vorstand Hans Sieger hat jedenfalls selbstverständlich die Gegeneinladung ausgesprochen; vielleicht klappts zu unserem Vereinsjubiläum im Herbst? Wir freuen uns auf ein Wiedersehen…

Ach ja: habe ich erwähnt, dass selbst im Cafe-Stüberl, dem fensterreichen schönen „Vereinszimmer“ im 2. OG, natürlich auch „die Bahn“ fährt? Und zwar über den Köpfen. Stabil abgehängt unter der Decke befindet sich ein Rundkurs auf Plexiglastrassen mit Spur1-Gleisen und Zügen die über einen Simulations-Führerstand mitsamt großem Monitor gesteuert werden an der Raumseitenwand! Ja was ist das denn? – Einige unserer Ausflügler haben ihre Lokführertauglichkeit an diesem Führerstand bewiesen und erfolgreich Züge über die Köpfe hinweg rundherum gesteuert – auch dies für uns eine gänzliche neue Erfahrung des Erlebnisses „Modellbahn“.

Danke, Lichtenfels. Alles Gute und auf bald!

„Wenn einer eine Reise tut…“ – Clubausflug 2024

… “ dann kann er was erzählen“, so heißt es in einem alten Sprichwort.

Und in der Tat gibt es viel zu erzählen von einem außergewöhnlichen Ausflugstag eines Teils unserer Vereinsmitglieder am Samstag 25. Mai.

Das Ziel der Reise hieß: Eisenbahnfreunde Lichtenfels e.V. im schönen oberfränkischen Obermaintal.

Der Startpunkt der Reise war: der Bahnhof Schwabmünchen bzw Lagerlechfeld, sodann für einige Bobingen und dann auch noch Augsburg Hbf.

Das „Dazwischen“ kann man zumindest für den Hinweg als ÖPNV-Abenteuer pur und in mehreren Akten bezeichnen. Zug, Bus, U-Bahn, S-Bahn, Fußweg – da war alles drin.

Ging es in Augsburg noch problemlos in punkto Plätze im Zug und Pünktlichkeit los, und war der nötige planmäßige 1. Umstieg in Treuchtlingen trotz Bahnsteigwechsel und nur ein bisschen Sprinten gut zu bewältigen, erwartete uns in Nürnberg das maximale Chaos: Denn bei unserer Ankunft stand am Bahnsteig direkt gegenüber noch ein Regionalexpress nach Coburg, der eigentlich schon 12 min weg sein hätte sollen, und auf die Abfahrtszeit „unseres“ Anschlußzuges verspätet angezeigt war, während „unserer“ dann 10 min hinausgeschoben hinterher sollte. Soweit, so gut, nur: es fuhr nichts!

Jedenfalls nicht über „unsere Strecke“ nach Bamberg-LIchtenfels via Fürth-Erlangen. Denn gemeldet war ein „Notarzteinsatz auf der Strecke zwischen Fürth und Vach“. Das verhieß nichts Gutes, weiß man doch, dass bei aller persönlichen menschlichen Tragik die hinter solch einer Meldung zu stecken drohte dies einen erhöhten auch zeitlichen Aufwand von Rettungs- und Bergungsarbeit sowie kriminaljuristischer Überprüfung bedeutete. Mehrere Stunden … ?

Als zu allem Überfluß der Lokführer des bereits an der Abfahrt gehinderten RE (in den wir mittlerweile als vermeintlich erstnächsten Zug in „unserer Richtiung“ eingestiegen waren) alle bat, auszusteigen, weil er mit seinem (Leer-)Zug unverrichteter Dinge das Gleis räumen müsse, da war Nachdenken und Handeln angesagt.

In Nürnberg bleiben? Wieder zurück nach Hause? Andere Optionen? – Klar, man hätte die Unfallstelle quasi umfahren können indem wir den Streckenast nach Würzburg und von dort über Bamberg quer nach Lichtenfels benutzt hätten. Auch die „Ost-Option“ über das Pegnitztal nach Bayreuth und dann über Kulmbach nach Lichtenfels wäre möglich gewesen. – Nur: zu welchem zeitlichen Preis? (Wir habens im Nachhinein nicht nachgerechnet)

Es gab aber noch eine wohl näherliegende Möglichkeit: vom Nürnberger Hbf mit der U-Bahn zum Flughafen und dort in den Bus der Linie 30 nach Erlangen, um wiederum dort am Bahnhof einen RE oder eine S1 nach Bamberg zu ergattern. Schließlich geht man ja als bahnkundiger Bahnkunde davon aus, dass die DB in solch einem Fall reguläre Züge von Norden her zumindest bis zum dem Unfallort nächsten Bahnhof (das wäre Erlangen!) heranführt, dort „bricht“ und wieder einigermaßen regulär oder auch quer zum Fahrplan wieder zurück nach Norden führt, um einfach auf dem Rest der Strecke weitestgehend vielen Passagieren ein Fortkommen zu ermöglichen.

Doch der Bahnkunde denkt – die DB lenkt… nichts! In Erlangen nach einigermaßen glücklich überstandener Busfahrt – da hatte wirklich alles gepasst vom U-Bahnanschluss bis zum Platz im am Flughafen pünktlichen 30er Bus! – entlang der B4 und über die A3 hinweg samt 150 Fußweg von der Bus-Endstation zum schicken Erlanger Bahnhof angekommen kein Personenzug weit und breit. Während interessanterweise über die anscheinend komplette Strecke hin und her Güterzüge durchaus fuhren. Da kommt man sich als Kunde ziemlich vera—lbert vor!

Dann endlich eine Ansage, es käme nun eine S1 Richtung Bamberg. Jedoch: fast 5 min lang bereits Hp1 „grün“ am Ausfahrtssignal Gleis 2 Richtung Norden – und keine S-Bahn, dafür noch ein ICE in rauschender Durchfahrt auf Gleis 1. Lange Gesichter, gespanntes Warten – und dann kam sie wirklich: die S1 nach Bamberg!

Wir – mit inzwischen angestauten vielen anderen – nichts wie hinein — ach neee… ging ja nicht. Die S1 kam wohl als erster Zug wieder aus Nürnberg Hbf heraus und war brechend voll: überwiegend junge Menschen in Tracht und Bierlaune, die die Erlanger Bergkirchweih besuchen wollten. Die mussten alle erst mal raus – und das dauerte so einige Minuten.

Aber dann: Sitzplätze über den gesamten Wagen verteilt gefunden. S1 fährt ab und wir fröhlichen Mutes Richtung Bamberg. Uns war klar, dass dort S-Bahn-Endstation war und wir erst einmal hoffen mussten, dass dann irgendwo auf der nördlichen Querlinie Würzburg – Lichtenfels – Hof wieder ein Zug daherkommen musste für uns.

Zwischendrin vielleicht erwähnenswert, dass natürlich das Handy glühte, weil man ja eigentlich um 12 Uhr zum Mittagessen in der Wirtschaft in Lichtenfels erwartet worden war und dann um 13:30 bei den Eisenbahnfreunden sein wollte. Die Abfahrt aus Erlangen fand letztlich aber gerade erstmal genau 13:30 statt. Also die freundlichen Wirtsschwestern der Gasthauses Wallachei sowie den Vorsitzenden der Lichtenfelser Modellbahner auf dem Laufenden gehalten (und bei Laune) und immer wieder zuversichtlich gemeldet: „Wir kommen! (Nur: wann? Das können wir nicht sagen grad)“.

In Bamberg dann ein kleines privates Rendezvous mit dem Sohn des Autors, dessen Kleidertasche der Papa von zuhause an den Studienort praktischerweise mitgenommen hatte (als einziger in der Ausflugsgruppe mit Reisegepäck 🙂 🙂 – die Übergabe hätte 2,5 Stunden früher stattfinden sollen… nun ja.

Nun erwartete uns aber endlich einmal eine positive Überraschung: da stand am nächsten Bahnsteig tatsächlich ein verspäteter Regionalexpress aus Würzburg in Fahrtrichtung Lichtenfels! Glück für uns, weitere 25 min Verzögerung gespart, Eingestiegen… und endlich, endlich in entspannter Fahrt die letzten Zugkilometer bei herrlichem Sonnenschein unter blauem Himmel durch die wunderbare sattgrüne Obermaintal-Landschaft gerauscht, am Staffelberg vorbei, zwischen den auf Nord- bzw Südhügeln gelegenen Kloster Banz (im örtlichen Volksmund noch heute „Schloß Banz“ genannt, nachdem Kaiserin Sisi’s Vater, der Wittelsbacher Herzog Max in Bayern Banz mehrere Jahrzehnte zu einem seiner Wohnsitze zählte) und der bekannten Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen hindurch in den Bahnhof „Lichtenfels – Die deutsche Korbstadt“, eingefahren.

Mit satten 3 Stunden Verspätung gegenüber Plan.

Insgesamt knapp 7 Stunden Reisezeit von Schwabmünchen nach Lichtenfels. Bayern Süd nach Bayern Nord. In solch einer Zeit fahren andere von uns aus mit dem Auto nach Hamburg! Oder fliegen von München nach Chicago!

„Vielen Dank, dass Sie mit der Deutschen Bahn gefahren sind. Beehren Sie uns bald wieder!“ – Ja, der Autor weiß, dass für einen „Personenschaden im Gleis“ die DB erst mal nichts kann – aber Flexibilität im kundenfreundlichen Umgehen mit solch einer Lage und mit Möglichkeiten im Fahrbetrieb zugunsten wartender Fahrgäste wurde dann wieder einmal auch nicht bewiesen.

Angemerkt sei, dass die abendliche – um nicht zu sagen: nächtliche – Rückfahrt nahezu pünktlich und komplikationslos verlief mit nur 2 Umstiegen in Nürnberg und Augsburg. Auch wenn wir in Augsburg einen Triebwagenführer geärgert hatten, der uns beschimpfte, weil wir eine seiner Zugtüren am Schließen hinderten bis einer unserer älteren Kollegen atemlos auch den Einstieg schaffte; 4 min Umsteigezeit von einem RE zum anderen über 2 Bahnsteige hinweg (bzw natürlich untendurch!) ist sportlich, um nicht zu sagen: vom Fahrplaner daneben geplant. Dann bei 1m Verspätung des eintreffenden RE den Anschluß nicht ermöglichen wollen ist äußerst schwach vom Lokführer. Während woanders die DB anstandslos 3 Stunden Verspätung zusammenkommen läßt mit einem entschuldigenden Achselzucken, regt sich da wirklich um 22:32 Uhr ein Triebfahrzeugführer auf, weil er (vielleicht knapp) mit 1 min Verspätung loskommt, wenn Fahrgäste in einer mitmenschlichen Geste auch „Schwächeren“ das Mitkommen ermöglichen). Liebe DB: ein schwaches Bild gebt ihr da ab. Es waren noch mehr Fahrgäste mit Koffern dann am Bahnsteig zurückgeblieben, die erschöpft gerannt waren um den RE nach Immenstadt noch zu kriegen – aber der Triebfahrzeugführer wollte es nicht. Tür zu – die einen drin, die anderen nicht. Glas dazwischen! So selektiert die DB – vor allem durch schlechte strukturelle Fahrplan-Planung (man hat echt den Eindruck das sei Absicht!), aber auch durch persönliche Schwächen ihrer Mitarbeitenden. Immerhin: die Schaffnerin dieses spätabendlichen RE 7 nach Immenstadt war eine sehr nette! Sie hat uns noch Hineindrängende sehr freundlich und zuvorkommend behandelt mit unseren Bayerntickets für ne ganze Gruppe – und Zeit auch für nen Scherz…

Jedenfalls: so gegen 23:15 Uhr waren alle wieder wohlbehalten daheim!

Über unseren Besuch bei unseren Modellbahnkollegen gibt es in einem anderen Artikel Lesenswertes!

Begeisterte Ferien-Kinder

Wir haben es uns mittlerweile schon zu einer lieben Gewohnheit gemacht: die Kontakte zu den Grundschulkindern in unserer Vereinsregion nicht nur aufrecht zu erhalten sondern auch auszubauen. Unsere Hoffnung ist, bei der jungen Generation frühzeitig Interesse für das schöne Hobby „Modellbahn“ zu wecken.

Dementsprechend gehören für uns nicht nur Besuche in den diversen Tagesbetreuungen, Ganztagsschulen oder Mittagsbetreuungen während der Schulzeit – oder zuletzt auch im Ferienbetreungsprogramm – dazu. Nein, diesmal betraten wir anläßlich der Pfingstferien Neuland und luden die Tagesgruppe eines Ferientages ein in unsere Vereinsräumlichkeiten.

9 Mädels und Buben und zwei Betreuerinnen folgten begeistert unserer Einladung. Selbstverständlich sorgten wir als Club für den Shuttletransport von der Grundschule Graben zu den Clubräumen unterhalb der Sporthalle im Nachbarort Lagerlechfeld.

Großes Hallo bei der Ankunft, waren doch mehrere Anlagen schon in Betrieb!

Die Kinder konnten sofort von der Gartenbahn in Spur G bis zur stationären Vereinsanlage in Spur N alles selbständig ausprobieren. Besonders der Güterwechsel auf den Wagen der G-Anlage bereitete viel Spaß. Und dass „so kleine Lokomotiven so lange Züge ziehen“ können, erstaunte bei der N-Anlage alle.

Auf der H0-Anlage „Lagerlechfeld“ konnte unsere kleinen Besucher Wilfried und Josef über die Schulter schauen beim Einrichten von neuer Elektrik und Ausprobieren von Fahrzeugen und Streckenabschnitten. Bei Lothar an unserer zweiten H0-Anlage gab es Einblicke in den Rohbau solch einer Modellbahn zu sehen, waren doch noch Stellen im Rahmengerüst offen bzw Schienen noch nicht geschottert sowie Landschaft erst als Styrodur-Blöcke grob angelegt. Ernst und Karlheinz wurden bei der G-Anlage mit Fragen gelöchert, während unsere beiden Vorstände Hans und Norbert an unterschiedlicher Stelle Rede und Antwort standen bzw Anweisungen zum Fahrbetrieb, zum Drehen der Drehscheibe im Betriebswerk und zum Schalten von Beleuchtungen gaben.

Leander hatte derweil für Süßes und Brezen samt Getränken im Aufenthaltsraum gesorgt, so dass die kleinen Mägen auch gefüllt werden konnten zwischendurch.

Interessant zu sehen, dass Buben und Mädchen gleichermaßen sehr interessiert waren, und gerne „Lokführer“ spielten, aber auch die Anlagen selbst neugierig unter die Lupe nahmen.

Hoffen wir dass das Versprechen auf der Rückfahrt „Wir kommen wieder“ bei vielen wahr wird, mindestens an unserem großen Jubiläumswochenende „15 Jahre MBC-Lechfeld“ am 19. und 20. Oktober diesen Jahres.

Wir freuen uns jedenfalls über das lebhafte interesse der Kinder, die fast gar nicht mehr gehen wollten, aber mit Luftballons ausgerüstet uns dann so freundlich dankten und grüßten, dass es uns warm ums Herz wurde.

Auf jeden Fall sehen wir uns bestätigt mit unserer Devise: „Bring den Schulkindern Modellbahn näher – wer weiß, wer schließlich bei unserem schönen Hobby hängen bleibt“. Vielleicht auch Eltern (Väter?), denen bestimmt ebenso munter an jenem Tag daheim von dem Ausflug in die „Welt der kleinen Züge“ erzählt worden ist…

Elektronik ist ein diffiziles Geschäft…

Unsere stationäre Clubanlage in Spur N, die ja eine Kombination darstellt aus früheren Teilen eines älteren N-Anlagen-Projekts unseres Clubs und der intern von uns „Behr-Anlage“ genannten Modellbahn, die uns ein Freund und Gönner überlassen hatte, ist weiter in Bearbeitung.

Zuletzt hatten wir berichtet, dass sich insbesondere auf dem neuesten linken Erweiterungsflügel unsere N-Bahn-Experten um die Gestaltung des Areals rund um das neue Damplok-BW und die kleine Stadt verdient machten. Und dabei war vor allem das Projekt „N-Car-System“ auf den Stadtstraßen war erfolgreich und fand bei den adventlichen Tagen der Modellbahn Vergnügen und Interesse unter der Schar kleiner und großer Besucher: Busse, LKW und kleine Autos drehten ihre Runden auf originalgetreu markierten Straßen.

Dass insbesondere im Bereich eben jener geschenkten „Behr-Anlage“ eine umfassende Revision der Elektrik und Elektronik nötig sein würde, zeichnete sich von Anfang an ab, als man die Anlagenteile kombinierte. So sollte ja nicht zuletzt eine einheitliche Steuerungselektronik auf der gesamten Anlage zur Verfügung stehen. Als Club war es natürlich auch unser Interesse, dass zu den Bereichen der Behr-Anlage ebenso wie zu den von uns erbauten Anlagenbereichen eine detaillierte Dokumentation der Verkabelung zur Verfügung steht für künftige – hoffentlich nicht eintretende – elektronische Probleme und ihre Lösungen.

Einmal unter die Anlage geschaut, offenbarte sich doch ein ziemlich schwierig zu überblickendes „Netz“ von Leitungen, Kabeln, Anschlüssen, Litzenfarben, etc. So etwas kann man nur mit viel Zeitaufwand und dem Einsatz eines Multimeter-Strommessgerätes angehen, um zu verfolgen, auf welchem Leitungsweg genau denn jetzt welche Weiche, welches Signal, welche Fahrstraße geschaltet wird. Eine durchaus komplizierte und diffizile Angelegenheit, wo man schnell nicht nur Durchblick sondern auch Motivation verlieren kann. Aber es hilft ja nichts: es muss schon alles funktionieren – und zwar zuverlässig und vor allem nachvollziehbar… auch für künftige Generationen.

Zum Glück ist es möglich, die Behr-Anlage – aus stabilen, gut verschraubten bzw verleimten Holzspanten und Rahmenlatten ist sie ja sehr solide gebaut – auf ihren Unterstellböcken hochkant zu stellen. So kann man sich die Lage in ziemlich entspannter aufrechter körperlicher Haltung genauestens ansehen – und dadurch auch sehr gut daran arbeiten.

Kein Geringerer als unser Vorstand Hans Sieger nahm sich der Sache an. Selbstverständlich unterstützt mit Rat und Tat durch die schon bisher am gesamten Anlagenbereich Aktiven ist aber dennoch hauptsächlich er es, der in den letzten Wochen und Monaten viel Zeit investierte, um „Licht ins Dunkel“ der verschlungenen Strom-und Strömchen-Wege zu bringen. Und bei dieser Gelegenheit natürlich auch die Verdrahtung anzupassen, umzubauen, zu ergänzen, wo immer möglich. Und selbstverständlich den neuen IST-Zustand in einer aussagekräftigen Dokumentation festzuhalten.

Einfachere oder sinnvollere Lösungen zu finden sind das eine; das andere ist es, die Verdrahtung dann im Bereich der Schalt- und Steuerelemente, die der Club für diese gesamte stationäre N-Anlage erdacht und erbaut hat, praktikabel und durchdacht zusammenzuführen. Im Prinzip ehrlicherweise eine Herkules-Aufgabe, wenn man selbst nicht so elektronisch bewandert ist (wie z.B. der Autor dieser Zeilen).

Nichtsdestotrotz ist die jahrzehntelange Erfahrung auch auf diesem anspruchsvollen Teilgebiet modellbahnerischen Werkelns bei unserem Vorstand und seinen Getreuen ein wertvoller Pluspunkt!

Und so hört man zwar ab und zu ein Stöhnen und Seufzen, … manchmal wird auch das Werkzeug erstmal lieber aus der Hand gelegt… – aber es geht voran mit der elektronischen Revision dieses ehemals eigenständigen Anlagenteils. Unser Vorstand ist keiner der vorschnell aufgibt.Es braucht da eben genau solche Leute, die – wenn sie sich mal was in den Kopf gesetzt haben – es auch durchziehen… und seien Phasen zwischendrin noch so hart. Somit ist der ganze Club zuversichtlich, dass das „was G’scheites“ wird. Wovon alle beim Fahrbetrieb profitieren werden künftig – und Besucher und Zuschauer obendrein.

Direkt gegenüber dieses Arbeitsbereichs auf der linken Anlagenzunge ist derzeit „Landschaftspflege“ angesagt: vom begrünten und beschotterten BW-Bereich her ist es nun der Stadtbereich, der gerade intensiv begärtnert wird. Es soll schließlich ein harmonischer Übergang zu sehen sein zwischen der altindustriellen Ansicht eines Bahnbetriebswerks und der mit einer Siedlung beginnenden städtischen Bebauung. Auch im Bereich der aufzustellenden Bebauung wird noch manches geklebt und gebastelt und bemalt und mit viel Liebe detailliert hergestellt. Auch dieses Werk kann gar nicht anders als gelingen!

Schließlich steht für alle Arbeiten an der stationären N Anlage unseres Clubs als Zieldatum unser Festwochenende zum 15jährigen Bestehen des Clubs am 19. und 20. Oktober diesen Jahres fest.

Tage der Offenen Tür 2023

Tag der Modellbahn, alljährlich am 2. Dezember

Den alljährlichen besonderen Modellbahn-Tag in Deutschland, an dem unser schönes Hobby bundesweit Beachtung und Aufmerksamkeit finden soll (was auch landauf landab gut gelingt und sehr guten Zuspruch bei Jung und Alt findet) haben wir auf dem Lechfeld heuer dazu genutzt, die Bevölkerung Lechfelds und Umgebung in unsere Vereinsräume einzuladen das ganze 1- Adventswochenende über am Samstag und Sonntag.

Bei uns gibt es so viel Modellbahn unterschiedlichster Spurweiten zu sehen, dass Liebhaber und Interessenten nicht nur einen vielfältigen Einblick in dieses vielseitige Hobby bekommen, sondern auch jede Menge Anregungen und Motivation erhalten, selbst zuhause tätig zu werden. Welche Zeit wäre dafür besser geeignet als jetzt rund um Weihnachten!?

Vorstand und Mitglieder trafen emsige Vorbereitungen, unsere Räume waren blitzeblank, sauber aufgeräumt und anregend gestaltet, die Modellbahnanlagen funktionierten bis hin zum auf den letzten Drücker noch eingebauten Car-System auf der N-Anlage einwandfrei, alle Lichter blinkten und wollten Gäste willkommen heißen und erfreuen…

… und dann kam der Schnee!

Schneefall lange nicht mehr gesehenen Ausmaßes türmte weiße Massen nicht nur über dem Lechfeld auf ab Donnerstag Nacht. Die Auswirkungen im südbayerischen Raum waren phänomenal. Räumdienste kamen kaum hinterher, die Straßen frei zu bekommen und Hausbewohner wußten nicht mehr, wohin die Schneemengen aus Einfahrten und von Fußwegen zu schieben. Winterchaos in Großstädten wie München und Augsburg – und genauso auch in den ländlichen Regionen wie bei uns.

Das betraf dann natürlich hier auch öffentliche Plätze und Einrichtungen, wie z.B. den Parkplatz am Lagerlechfelder Sportplatz mit der Hans-Winkler-Sporthalle, in deren Untergeschoß wir Modellbahner „zuhause“ sind. Wo kein Parkplatz… wo keine freie Zufahrt, … da auch keine Besucher – so fürchteten wir noch am Samstagmorgen.

Aber der Gräbinger Bauhof ließ uns nicht im Stich! Mit Mann- und Maschinenpower wurde der Parkplatz frei gemacht! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmal!

Dass die Besucherzahlen dann an jenem Samstag doch insgesamt gering blieben, war verständlich, denn es wurde öffentlich aufgerufen „unnötige Fahrten“ zu vermeiden und lieber zu Hause zu bleiben. Dafür war dann der schneeweiße 1. Adventssonntag mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein für viele, insbesondere Familien mit Kindern, Anlaß zum Spaziergang – und zum Vorbeischauen bei uns.

Leuchtende Kinderaugen, interessierte Väter, bei Kaffee und Kuchen verweilende Eltern und Großeltern… so waren es am Ende doch mehrere hundert Besucher, die „Modelleisenbahn“ bestaunten, sich informierten und sogar bei unserem kleinen Modellbahn-Flohmarkt fündig wurden. Wir ließen aber vor allem Züge fahren: digital und analog, von der großen Spur der „Gartenbahn“ im großen Nebenraum bis zur um eine schicke kleine innenstadt-Szene samt schon angesprochenen Car-System erweiterten N-Anlage. Leider wurde unser Angebot, auf einer im Kegelbahnbereich flexibel mit Märklin-Gleisen und Digitalsteuerung aufgebauten „Biertisch-Bahn“ mit langen Gleisstrecken eigene mitgebrachte Loks und Züge zu testen, nicht genutzt. So blieb eigenem rollendem Material der Mitglieder und des Vereins viel Gelegenheit zum „Auslauf“ – es war eine wahre Pracht, und die Kinder waren voll dabei beim Beobachten der 1:87-Züglein, beim Ansehen der Lichtwechsel an den Lokomotiven und Wagenbeleuchtungen – und nicht zuletzt bei den vielen digitalen Geräuschen: Lokpfeifen, Dieselmotoren, Bahnsteigansagen, und was der Klänge mehr sind wurden neugierig mit Ohr und Herz aufgenommen – und erinnerten nebenbei ältere Semester an ihre Jugend mit Fahrten zur Schule z.B. mit dem Schienenbus.

Auch auf der großen H0-Zweileiter-Vereinsanlage, der Lechfeld-Anlage, war viel Zugbetrieb geboten, den man erstmals hoch an der Seitenwand über der Anlage auf unserem neuen Großbildschirm samt Stellwerk- und Fahrstraßen-Darstellung nachverfolgen konnte. Hier gab es großes Staunen bei vielen Vätern, Laien wie Modellbahnfortgeschrittenen, was heute so alles im Modellbahn-Bereich technisch möglich ist in der Abbildung eines wirklichkeitsgetreuen Fahrbetriebs.

Dass unser Verpflegungsbereich ständig Zulauf hatte, können wir schon deswegen nicht unerwähnt lassen, weil wir so mancher Ehefrau unserer Mitglieder ein großes Dankeschön und Lob aussprechen wollen für leckeres Gebäck – und für den freundlichen emsigen Einsatz bei der Ausgabe von Kaffee und Kuchen, sowie herzhaften Würstln und (angesichts der Außentemperaturen) nicht ganz so kühlen Getränken. Auf unseren „weiblichen Anhang“ jedenfalls ist Verlaß (…vielleicht sind auch wir Männer der Anhang unserer Frauen,… schließlich steht hinter jedem Modellbahner ein geduldiges weibliches Wesen, das die Modellbahn-Schwäche ihres Mannes toleriert…), und auch auch der MBC Lechfeld als Verein dankt den Damen im Hintergrund!

Überhaupt hatte dann vor allem unser Vorstand Hans Sieger Grund zum Danke-sagen am Abend des Sonntags, als wir doch alle erschöpft waren von Erklärungen, Informationen geben, Motivationsschüben leisten, Fahrbetrieb sicher und attraktiv gestalten, etc. Jedes anwesende Mitglied hat sich hervorragend eingebracht, Spaß und Anstrengung mischten sich bestens – und auch für die Vereinskasse war ein schöner Betrag übrig geblieben.

Sehr gefreut hat uns schließlich alle, dass neben der Lokalzeitung mit unserem Home-Reporter Rony Schneider auch unser LokalTV-Sender „a.tv“ uns am Sonntagnachmittag besuchte mit einer äußerst interessierten jungen Reporterin, die sich sehr viel Zeit nahm für alle Stationen, die wir aufgebaut hatten, viele Interview-Szenen kreierte mit einzelnen unserer Modellbahner – und daraus einen sehr ansprechenden attraktiven Beitrag produzierte, der mehrfach in der darauffolgenden Woche über den Lokal-TV-Bildschirm lief: wir fühlen uns bestens wahrgenommen und im wahrsten Sinne des Wortes mit unserem schönen Hobby und unserer Nachwuchswerbung „ins rechte Licht“ gesetzt. Danke, a.tv und Schwabmünchner Allgemeine.

Im Rückblick war es ein Erfolg, den „Tag der Modellbahn 2023“ hier vor Ort in Gestalt der beiden Tage der offenen Tür so publikumswirksam in Szene gesetzt zu haben. Es war viel Werbung mit Plakaten, Flyern und Mund-zu-Mund-Propaganda gemacht worden, viel Zeit im Vorfeld von den Mitgliedern aufgewendet worden – es hat sich gelohnt, auch wenn es ohne Schneeüberfall am Samstag bestimmt noch mehr Besucher gewesen wären.

Und es war auch für uns MBC’ler eine wundervolle Motivation, nun mit Schwung in unser Jubiläumsjahr des 15. Bestehens zu gehen. 2024 kann kommen!

https://www.augsburg.tv/share/233097

Ein frohes Fest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer unseres Vereins,

im festlichen Glanz der Weihnachtslichter und im Vorfeld eines neuen Jahres möchten wir euch herzlich grüßen und für eure kontinuierliche Unterstützung danken.

Das kommende Jahr verspricht ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte unseres Vereins zu werden, denn wir dürfen bereits jetzt auf das bevorstehende 15-jährige Jubiläum hinweisen. Eineinhalb Dekaden gemeinsamer Arbeit, Engagement und Zusammenhalt liegen hinter uns – eine Zeit, in der wir als Gemeinschaft gewachsen sind und zahlreiche Erfolge feiern durften.

Eure Treue, euer Einsatz und eure Leidenschaft haben unseren Verein zu dem gemacht, was er heute ist. Gemeinsam haben wir Herausforderungen gemeistert, Erfolge gefeiert und eine starke, unterstützende Gemeinschaft aufgebaut.

Wir möchten euch herzlich einladen, das kommende Jahr gemeinsam mit uns zu feiern. Das 15-jährige Jubiläum wird Anlass sein, nicht nur auf Vergangenes zurückzublicken, sondern auch in die Zukunft zu schauen und neue Ziele zu stecken.

In diesem Sinne wünschen wir euch fröhliche Weihnachten, besinnliche Feiertage und einen schwungvollen Start ins neue Jahr. Möge 2024 für jeden von euch Gesundheit, Glück und Erfolg bringen.

Wir freuen uns darauf, das Jubiläumsjahr gemeinsam mit euch zu gestalten und weiterhin zusammenzuwachsen. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzliche Grüße

Der Vorstand

Unsere stationäre Club-N-Anlage wächst!

Es geht was vorwärts!

Fleißig am Weiterbauen sind derzeit unsere N-Spezialisten um Max, Holger, Peter sowie Marc an unserer vereinseigenen großen N-Anlage.

Sie stellt ohnehin ein sehr ungewöhnliches Projekt dar, da sie eine interessante Vorgeschichte hat.

Ursprung allen Bemühens war ein Geschenk.: im Spätwinter/ Frühjahr 2022 erhielt unser Club eine fertige kompakte N-Anlage, überlassen von Herrn Dr. Behr aus Haunstetten. Aufgrund eines Wohnungswechsels musste sie leider abgegeben werden, und unser Verein ist Herrn Behr sehr dankbar dafür, zeichnete sich doch ab, dass man hier auch im Clubbetrieb viel Fahrspaß haben könnte. Das Mittelgebirgsmotiv war (und ist) sehr vielfältig und interessant mit manchen liebenswerten Details ausgestaltet. Wälder, Schluchten, kleiner Bahnhof, schöne Fahrstrecken auch mit verdeckten Bereich – sehr nett anzuschauen. Die sauber gebaute Anlage maß in vollem Umfang ca 240 auf 110 cm und war mit einer kompletten Steuerung ausgestattet.

Da sie aber noch keinen rechten Unterstand hatte, wurde flugs von unserem „Holzwurm“ Martin Geislinger ein passendes Untergestell für sie konstruiert. Aufgestellt war sie zunächst in einem Vorraum zwischen unserem großen Anlagenraum und und unserem Clubcasino.

Nun war da aber noch eine aus den alten ehemaligen Räumlichkeiten des Vereins vorhandene, aber in sich eher nicht so ausgereifte, vielmehr angestückelt wirkende U-Anlage in Spur N vorhanden. Unseren N-Freunden im Verein stellte sich daher die Frage, wie man diesen Altbestand irgendwie mit dem „Geschenk“ vereinen und dabei noch weiter ausgestalten könnte zu einem attraktiven Ganzen… es wurde intensiv nachgedacht über mögliche und sinnvolle Streckenerweiterungen, Anbauten, Ausweichstrecken und Abstellbereiche.

Ausschlaggebend für eine mögliche Neuorientierung in Sachen N-Anlage unter Verwendung aller nun plötzlich vielfältig vorhandenen Anlagen-Elemente waren natürlich überhaupt erst einmal die Raumvorteile, die der Verein hatte durch den vor einigen Jahren erfolgten Umzug in unsere neuen Clubräume unter der Hans-Winkler-Sporthalle. Man ging also in sich… und wagte sich an ein Verbindungskonzept. Dazu wurde die „Behr-Anlage“ im Hauptraum an der Längswand aufgestellt, direkt neben der Breitseite unserer H0-Anlage, und dann Elemente der bisherigen U-Anlage zugeordnet, um die richtigen Einfälle zu visualisieren.

Unter und hinter der Landschaft des Behr’schen N-Werkes schuf man raffiniert neue Ausleit- und Verbindungsgleise, sowie mit einer genialen Kurvenführung einen tollen Anschluß an denjenigen Schenkelteil der ehemaligen Bestandsanlage, der einen langen mehrgleisigen Durchgangsbahnhof trug. Als wäre es von Anfang an so geplant gewesen, steht diese Kombination nun da. Viel Hirnschmalz und Muße wurde investiert in die augenfällig stimmigen Schienenverbindungen, und es entstand zur geschenkten Anlage quasi ein neuer L-Flügel mit eben jenem großen Durchgangs-Stadtbahnhof samt städtischer Hintergrundkulisse mit Halbrelief-Häusern. Platz war auch für eine Bahnhofs- und Gleisumfeld-typische Landschaftsgestaltung mit Strecke auf Baumdamm, sowie einer schön anzusehenden Gleis-Über/Unterführung. Besonders unser Marc – schlanker junger Mann, der er ist – konnte gut unter die Anlage krabbeln und durch die Aussparung im Kurvenbereich schlüpfen; so machte er sich die letzten Wochen sehr verdient durch geduldiges Schottern und Begrünen, Bepflanzen und Bebauen an schwer zugänglicher Stelle.

Übersicht des Anbauteils mit dem Carsystem

Da aber von der ehemaligen Vereins-N-Anlage noch ein weiterer Schenkel, allerdings in einem etwas kuriosen und von der Landschaft her nicht so gefälligen Zustand, vorhanden war, sollte dieser natürlich weiter Verwendung finden im Ansatz (wie früher) an den Durchgangsbahnhof: irgendwo musste ja der Fahrweg z.B. über eine Kehrschleife wieder zurück zum Bahnhof zurückführen, bzw hinunter in einen Abstellbahnhof

Kurzentschlossen wurde dieser Schenkel an der Oberfläche völlig neu gestaltet. Alte Berg- oder Hügelmotive wurden abgerissen. Jener ohnehin auf diesem Bauabschnitt bereits von früher vorhandene Abstell- und Zugwechselbahnhof wurde belassen und neu „überdeckt“: „obenauf“ fand nun ein kleines Dampflok-BW Platz: die hübsche Szenerie wurde seit Jahresbeginn immer besser und detaillierter ausgestaltet. Max und Holger konnten hier ihre phänomenalen Gestaltungsfähigkeiten bei aller Winzigkeit voll ausspielen.

Das neue komplette N-Anlagen-U war geboren – und der Schenkel war zwar letztlich schmäler als sein neues Gegenüber in Gestalt der „Geschenk-Anlage“, aber nur unwesentlich kürzer.

Im Verlauf der Ausgestaltung gab es nun an dieser Stelle Überlegungen, wie der weitere Platz auf der „Oberfläche“ , vom BW weggehend Richtung Kehrschleife, gut gestaltet werden sollte. Nur freie Landschaft? Eine Kirmes? – Nein. Ein Städtchen? – Hm…eine kleine Burg? – Okaaaaay… Einige Anpassungen in der Gleisanlage wurden ersonnen: andere Zu- und Abfahrten, Umfahrungen, Bögen und Geraden wurden angelegt – und siehe da: plötzlich konnte die Kehrschleife sogar komplett unterirdisch verlaufen. Darüber war Platz geworden für eine kleinstädtische Bebauung und einen neuen Landschaftsanteil

Car-System Magnetstreifen

Und dann kam der Clou: eine völlig neue Idee wurde ausgeheckt, motiviert wohl auch aufgrund von Sichtungen bei anderen N-Anlagen auf Ausstellungen und in Magazinen. Ein separates automatisches Car-System in Spur N ward ins Visier genommen. Holzarbeiten, Skizzen von möglichen Fahrstreckenverläufen, dann Festlegen auf die exakte Form des Fahrbetriebs mit Kurven und Überhol- sowie Abbiege- und Kehrbereichen… Schließlich Ausfräsen von Fahrlinien, Versenken von Magnetbändern in diesen Nuten, Installation von raffinierten „Weichenservos“ an einschlägigen Stellen, Stromversorgung und Anschlüsse… – und siehe da: nach mühevollen Arbeitsstunden in mehreren Sommerwochen ist der Fahrbetrieb funktionsfähig! Es hat sich gelohnt. Insbesondere Feinmodellbauer Peter sei Dank!

Dass der U-Schenkel dadurch nochmals gut 30-40cm an Länge gewann, und letztlich nun eine Anlage dasteht in Form eines harmonischen U mit gleichlangen (wenn auch nicht gleich tiefen) Schenkeln, sei nebenbei bemerkt. Wir finden: es macht sich gut; zumal entlang des neuen U-Schenkels (nun nochmals neu erstellt und technisch auf aktuellem Stand ausgetüftelt) auch die Bedienelemente und Schaltpulte sehr stimmig und visuell optimal Platz finden und der Durchgang „ins U“ immer noch angenehm breit ist.

Nun kann es weiter gehen mit der Vollendung von Landschaft und Bauten… man darf gespannt sein auf das fertige Ergebnis – unser Ziel ist es, dies zum Tag der Offenen Tür unseres Clubs / Tag der Modellbahn am 1. Adventswochendende 2023 zu präsentieren.

Schule

Wir waren seit Jahresbeginn 2023 dabei, einige interessierte Jugendliche, die am Tag der offenen Tür 2022 und in den Wochen danach in persönlichen Gesprächen Interesse bekundet hatten, zu sammeln.

Eine unserer jüngsten Aktivitäten dazu war die Teilnahme am Schulfest der Mittelschule Untermeitingen an einem Freitagvormittag. Die Schulleitung hatte uns eingeladen, mit anderen Vereinen Untermeitingens und Umgebung unsere Vereinsaktivitäten der Schulfamilie vorzustellen – und durchaus auch fürs Mitmachen zu werben.Wir bekamen zunächst ein eigenes Klassenzimmer zur Verfügung gestellt um darin mobile Anlagen zu präsentieren, mit Schülerinnen und Schülern basteln, ihnen Modellbahntechnik aller Art bis hin in den digitalen Bereich vorstellen – und vor allem mit ihnen über unser Hobby ins Gespräch kommen. Auch die einen oder anderen Eltern wurden auf uns aufmerksam.Im Verlauf des Vormittages wechselten wir dann an einen besser frequentierten Ort in der Aula, wo das Interesse sofort wuchs und einige Jungs und Mädels interessiert stehen blieben, Fragen stellten und sich an den Fahrten und Geräuschen unserer Lokomotiven und Zügen erfreuten. Und siehe da: einer der interessiertesten Jungs ist seitdem tätsächlich unser jüngstes Mitglied und von Woche zu Woche aktiv dabei an den donnerstäglichen Clubabenden: Felix baut an der clubeigenen N-Anlage mit und unterstützt die „alten Hasen“ durch sein Fingergeschick massgeblich!

Wir danken der Schulleitung der Mittelschule, namentlich Herrn Rektor Fendt sehr herzlich für die Möglichkeiten, die sich uns boten und die Gastfreundschaft. Alle Schülerinnen und Schüler sind jederzeit eingeladen, zu uns zu kommen.

Jeden Donnerstag um 19 Uhr ist Clubabend im Untergeschoß der Hans-Winkler-Sporthalle in Lagerlechfeld. Meistens ist schon um 18 Uhr jemand da. Einfach reinkommen. Keine Scheu. Wir freuen uns auf Dich!

Clubausflug 2023: H.P.Porsche-Traumwerk

Ein sonniger Sommersamstag.

Ein gut gefüllter, angenehm klimatisierter Reisebus.

Und viel Neugier und gute Laune an Bord.

Beste Voraussetzungen für einen wundervollen Clubausflug der Lechfelder Modellbahner mitsamt Familienangehörigen.

So machten wir uns auf den Weg nach Anger: A96 nach München – staufrei. Mittlerer Ring in München – staufrei und flott. A8 aus München hinaus RIchtung Salzburg – einwandfrei. Somit kamen wir frohgemut gegen 10 Uhr an den Ausstellungsgebäuden des Hans-Peter-Porsche-Traumwerks an, kurz vor den Toren Salzburgs, noch auf der Bayerischen Seite. Und dank guter Vorbereitung unseres Vorstands kam unsere knapp 40 Personen starke Reisegruppe, in einem Schwung hinein in die „Heiligen Hallen“. Eine Mitarbeiterin des Hauses stand sofort zur Ausgabe der Eintrittsbuttons und – viel wichtiger – zu einer freundlichen und informativen Begrüßung bereit – aber nicht zwischen H0-Zügen und Landschaften, sondern umgeben von Porsche-Autos mehrerer Generationen.

Natürlich: Hans Peter Porsche entstammt der berühmten Autobauer-Familie. Und selbstverständlich gehört zu seinem „Traumwerk“ eine Auswahl der faszinierenden Automobile des schwäbischen Herstellers. Was liegt näher als dem geneigten Besucher das Ambiente dieser flotten Sportwagen von den Nachkriegsanfängen bis heute vorzustellen, einen Blick hineinwerfen zu lassen in die teils engen Cockpits und das Flair dieser besonderen Automarke atmen zu lassen? Ca 15 Ausstellungsfahrzeuge weckten auch bei Modelleisenbahner (und mitgereisten Kindern) das Interesse, auch wenn man der freundlichen Mitarbeiterin bei der Vorstellung von Geschichte und aktuellen Ausstellungen, so wie Empfehlungen zum Rundgang im „Traumwerk“ gerne zuhörte.

Dann aber nichts wie los: schließlich wollten wir Züge und Landschaften sehen: Süddeutschland, Österreich und Schweiz. Berge und Täler, herrliche Bogenbrücken und langgezogene Strecken, Eine fantastische Fülle kleiner Szenen und eine herrliche Kulisse mit Bergen und – : sommerblauer Himmel und Schönwetterwolken, dann wieder Blitze und Donner – und dazu plötzlich Abenddämmerung – Nacht – Morgengrauen. Tag- und Nachtwechsel ca. alle halbe Stunde. Fazinierende Hintergrundanimation von Wetter und Himmel durch eine aufwändige Installation und Abstimmung von einem Dutzend Hochleistungsbeamer.

Kurzum: natürliche Atmosphäre stimmungsvoll und stimmig dargeboten in einer ungeheuerer Farb- und Bildqualität.

So traten wir ein und die meisten kamen aus dem Staunen nicht heraus.

Wir verfolgten Züge… irgendwann waren sie weg… in den Kulissen… dann woanders (und vor allem Etagen höher oder tiefer und aus anderer Richtung) wieder da. Spannung und Spaß pur. Und viel Aufregung bei unseren kleinen Teilnehmern.

Ein wunderbares Werk ist da geschaffen worden. Vielfältig. Detailreich. Kreativ. Spannend. Und eindrucksvoll.

Dass man das alles – oder selbst Ausschnitte daraus – zuhause kaum nachbauen kann, dürfte nicht nur von den Dimensionen her klar sein: viel viel Geld steckt da in dieser Anlage… in der Technik… in der Landschaftsgestaltung,.. in den vielen Zügen und Lokomotiven… und rund um die Anlage, bzw darüber: alleine die Beamer-und Lichttechnik dürfte mit ein paar 1000 Euro nicht zu machen gewesen sein.

Man staunt. Man freut sich. Grad an den vielen kleinen Szenen. Man überlegt: „Was kann ich für meine Moba zuhause übernehmen? Man resigniert: „Kann ich so nie machen daheim…“ Aber es ist schön. Sehr schön.

Ebenfalls eine schöne Sache ist, dass man die Vogelperspektive einnehmen kann. Einfach 1 Stock höher gehen und es gibt zwei verschiedene Aussichtspositionen wo man – quasi aus luftiger H0-Höhe – auf die gesamte Anlage blicken kann. Vielmehr: auf eine zauberhafte Berglandschaft mit interessanten Höhenzügen und Streckenverläufen, mit langen Zügen die auf weiten Radien doppelgleisig weich die Hügel umrunden oder in vielgleisige Bahnhöfe einlaufen. Und wenn es dann Modellbahn-Nacht wird: eine unbeschreibliche, erstaunliche LIchterflut, so realistisch wie liebevoll gestaltet – einfach toll!

Übrigens: diese Aussichtspositionen 1 Etage höher bringen es mit sich, dass man sich plötzlich in einem ganz anderen weiteren Ausstellungsbereich bewegt. Geschickt architektonisch geplant und ausgeführt verläuft vom luftigen Eingangsbereich im Erdgeschoß des Traumwerks in zwei gegensätzliche Richtungen je ein aufsteigender Flur der mit dem obigen Ausstellungsweg dann sozusagen eine „liegende Acht“ über dem und um den Modellbahnbereich bildet. Sonderausstellungen (wie bei unserem Besuchszeitpunkt zum Thema „Circuswelten“) und die Ausstellung von sehr zahlreichen alten Märklin-Blecheisenbahnen größerer Massstäbe aus der reichhaltigen beeindruckenden Privatsammlung des Initiators, Hans-Peter Porsche: vielfältig, bunt, interessant, einladend zum Verweilen und Betrachten. Dazu eine interessante Kinderattraktion in einer imitierten Bärenhöhle, wo mittels besonderer Taschenlampen in den (nachempfundenen) Steinwänden diverse Leuchtspuren und Leuchttexte gesucht werden können – ein Spaß nicht nur für Kinder!

Dass man bei solcherlei Betrachtung und Bestaunung irgendwann Hunger bekommt, ist klar. Und Durst. Keine Angst. Bestens vorgesorgt wurde vom Erbauer. Ein nettes Restaurant mit weitläufigem Aussenbereich lädt ein zum Speisen und Wohlfühlen. Und eine weitläufige Parkeisenbahn auf dem sommergrünen Grundstück lädt zum Mitfahren auf zahlreichen Sitzwagen ein. Und da war sie wieder: die freundliche Mitarbeiterin vom Anfang unseres Besuchs: sie ist also auch neben anderen Talenten eine ausgewiesene Parkbahnlokführerin: Kinder und Erwachsene nutzten das Angebot. Herrliche Abwechslung und auf seine Art auch ein Spaß ohnegleichen.

Nach rund 4 Besuchsstunden hieß es „Abschied nehmen“ vom Traumwerk. Mit einer Flut von Eindrücken im Kopf und in der Modellbahnerseele, dazwischen ein gut gefüllter Bauch, gings weiter.

Eine gute Fahrstunde (inklusive Stauumfahrung auf der A8 Richtung München zurück) brachte uns ins Cafe Winklerstüberl nach Fischbachau. Ein Riesencafe! Mit riesen Bier- und Cafegarten. Und bereits an die 100 Besuchern gut gefüllt. Aber auch hier wieder die tolle Vorleistung unseres Organisationsvorstands: unsere gesamte Busgruppe kam einwandfrei an reservierten Tischen unter… Bedienungen tiptop und flott… und jede:r wurde satt: so manche Teilnehmer hatten solche Riesenkuchen- und Tortenstücke noch nicht gesehen (kein Wunder wenn man nen runden Kuchen bzw Torte maximal achtelt!)

Mit noch vollerem Leib wurde zunächst das obligatorische Reisegruppenfoto am abfahrbereiten Bus geschossen. Dann hieß es: „Boarding“, „Einsteigen“. Und die Rückfahrt verlief am frühen Abend dann ebenso reibungslos, so dass wir bis 19 Uhr wieder in Lagerlechfeld ankamen.

Als Erstteilnehmer eines Clubausfluges des MBC Lechfeld kann ich nur sagen: Toll war’s! Weiter so. Gerne wieder.

Und: vielen Dank für die tolle Organisation unserer Vorstandschaf. Und für seinen sicheren und angenehmen Fahrstil unserem gutgelaunten super Busfahrer!

von: Leander

#3D-Druck

Auch bei uns ist der 3D-Druck angekommen. Das ein oder andere könnt ihr auf unseren Anlagen schon finden. Aktuell an eine Tankstelle für H0 und einen Riesenrad in N-Maßstab gearbeitet.

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